| A U T O R E N L E S U N G |
Werner J. Egli Geboren wurde Werner J. Egli 1943 in Luzern. Im Anschluss an die Schulzeit liess er sich zum Grafiker ausbilden. Nach ausgedehnten Reisen durch Nord-, Mittel- und Südamerika liess er sich in den USA nieder und übte verschiedene Berufe aus. Werner J. Egli ist einer der erfolgreichsten Jugendbuchautoren. Er schrieb über 40 Romane, die in 14 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden. Werner J. Egli lebt heute als freier Schriftsteller in Egg bei Zürich. |
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| Interview von J. Füeg, Liestal |
| JF: | "Writer’s block": Ist das ein Thema für Sie? Haben Sie Angst davor, dass ein solcher einmal eintreten könnte oder ist das schon einmal vorgekommen? |
| Werner J. Egli: | Das ist mir schon einige Male passiert. Am Anfang, als ich noch keine Ahnung hatte, was das ist, bin ich jedes Mal beinahe umgekommen. Jetzt leg ich ein Manuskript einfach weg, warte einige Tage und versuch es dann noch einmal. Schlimm wird das erst, wenn zwei Monate vorbeigehen und du anstatt zu schreiben, anfängst die Fenster zu putzen oder die Schubladen aufzuräumen. |
| JF: | Wie bereiten Sie sich auf eine Lesung vor? Ist bereits vorher klar, aus welchem Buch Sie welchen Abschnitt lesen, oder entscheiden Sie spontan? |
| Werner J. Egli: | Ich habe einige meiner Bücher dabei. Ich versuche, meine Lesung so zu gestalten, dass sie zu den Jungs und den Mädchen passt, die vor mir sitzen. Ich will sie nicht mit Zeug langweilen, mit denen sie nichts anfangen können. Literatur soll auch Spass machen, und zwar nicht nur irgendwelchen ältlichen Intellektuellen. |
| JF: | Schreiben Sie Tagebuch? |
| Werner J. Egli: | Tagebuch schreibe ich nicht. Was es zu erzählen gibt, schreibe ich in meinen Büchern. Da steht so viel über mich drin, dass ich mich mit jeder Geschichte besser kennen lerne. Manchmal macht mir das Spass, manchmal aber auch Angst. Ich bin sicher, Sigmund Freud hätte dafür eine passende Erklärung gehabt. |
| JF: | Welche Kriterien machen "das gute Jugendbuch“ aus? |
| Werner J. Egli: | Ein Thema, das Jugendliche interessiert und ihnen unter die Haut geht. Eine Sprache, die sie verstehen, weil es ihre Sprache ist. Sie müssen auch spüren, dass sie nicht verschaukelt werden. Es gibt, besonders im Jugendbuch, zu viele Bücher, die meiner Meinung nach völlig überflüssig sind. Freche-Mädchen-doofe-Jungs-Bücher gehen mir auf den Geist. Die Kids sind zu intelligent, als dass sie sich über ein gewisses Alter hinaus mit solchen Geschichten beschäftigen wollen. |
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| Werke von Werner J. Egli - Eine Auswahl |
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Tommy ist ein Kombüsenjunge auf dem Frachter "Emma Lou", der am Horn von Afrika von Piraten überfallen wird. Nuria ist auf Flucht vor Sklavenhändlern und Regierungssoldaten und gerät bei der Überfahrt nach Italien in Seenot. Tarek und Omar, zwei junge Somalier, wollen sich dem berühmten und gefürchteten Piratenführer "Black Shark" anschliessen. Amy begleitet widerwillig ihren Vater, Kapitän Rooney, auf der langen Fahrt von England zum Horn von Afrika. Diese so unterschiedlichen jungen Menschen führt die Kaperung der "Emma Lou" zusammen, und plötzlich, für kurze Zeit, haben sie ein gemeinsames, gefährliches Ziel. Ein aktuelles und authentisches Piratenabenteuer. |
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Klirrende Kälte, unendliche Weiten und das Glitzern einer fernen Metropole. Mitten im Winter bricht Nikolai aus dem Elend Ostsibiriens auf, um seine Schwester zu suchen. |
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Der "Grüne Jaguar", ein geheimnisvolles Amulett, das dem Volk der Maya zu alter Macht verhelfen soll, ist seit Jahrhunderten verschollen. |
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Weil er Yuris Vater getötet hat, soll ein sibirischer Tiger sterben. Yuri überredet den alten Wladimir, ihn auf die Jagd zu begleiten. Nach zwei Wochen in der eisklirrenden Wildnis, beginnt Yuri zu begreifen, dass dieser alte "Menschenfresser" nichts anderes tut, als das was er selbst auch hat tun müssen, seit er auf die Welt gekommen ist: um sein Überleben kämpfen. Als Yuri beschliesst, nicht mehr auf den Tiger zu schiessen, werden sie von der hungrigen Raubkatze angegriffen. |
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